Bärbel Schäfer: Knallharte Diskussionen mit Michel Friedmann


Seit 2004 ist Bärbel Schäfer mit dem Politiker und Moderator Michel Friedman verheiratet, der in der Öffentlichkeit stark polarisiert.

"Privat ist mein Mann ganz anders, liebevoll und fürsorglich", sagt Schäfer im Interview mit dem Frauenmagazin EMOTION (Ausgabe 07/2012 ab morgen im Handel) über ihren Ehemann. "Ich kann mit ihm sowohl knallhart diskutieren als auch in Kinofilme gehen, die man eigentlich eher mit der besten Freundin anschaut", erzählt die 48-Jährige. Und auch seine Souveränität schätzt sie an ihm. Selbst High Heels sind kein Problem - auch wenn sie ihren Mann damit überragt: "Da steht er, genau wie ich, drüber", sagt die gebürtige Bremerin. Für ihren Mann ist Bärbel Schäfer vom Protestantismus zum Judentum konvertiert. "Interessant ist, dass ich früher nie nach meinem Glauben gefragt wurde. Jetzt ist das plötzlich Thema. Man geht wohl automatisch davon aus, dass jeder Jude tiefgläubig ist. Dem ist nicht so", weiß die Wahl-Frankfurterin und sieht darin auch kein Problem für die jüdische Gemeinde: "Es ist doch für die katholische oder evangelische Gemeinde auch kein Problem, wenn Mitglieder nur an Weihnachten in die Kirche gehen."

Schäfer zählt zu Deutschlands bekanntesten Moderatorinnen, bis 2002 moderierte sie sieben Jahre lang die Daily-Talkshow "Bärbel Schäfer" auf RTL. Heute ist sie als Autorin und Radio-Talkerin tätig - und glücklich ohne das Fernsehen. "Komischerweise vermisse ich nichts. Partyrummel ist mir nicht wichtig. Ich sitze lieber am Wannenrand und schaue meinen Kindern beim Planschen zu als über den roten Teppich zu laufen", so die Mutter zweier Söhne. Früher häufig mental und körperlich erschöpft, weiß sie jetzt, wie sie ihre Balance findet: "Ich gehe gerne in das Haus der Stille. Ich finde es gerade in kommunikativen Berufen wichtig, einfach mal für ein paar Tage die Klappe zu halten. Über Kommunikation kann ja vieles verdrängt werden. Nicht zu reden ist ganz schwer", sagt Bärbel Schäfer im EMOTION-Interview.